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Menschenrechte und Sozialstandards

Wir bekennen uns zu unserer Verantwortung, die Menschenrechte in unserem Einflussbereich zu respektieren und zu unterstützen. Bereits seit 1994 haben wir uns in unserem Leitbild verpflichtet, die gesellschaftlichen Werte und Kulturkreise zu achten, in denen wir Geschäfte tätigen. Dieses Bekenntnis haben wir im Jahr 2000 mit der Einführung unseres Code of Conduct sowie 2003 mit dem Beitritt zum Global Compact der Vereinten Nationen unterstrichen. Unsere im Jahr 2006 eingeführten Sozialstandards stellen für uns den Handlungsrahmen und Einflussbereich für Entscheidungen dar, auch in Bezug auf Menschenrechte und grundlegende Arbeitnehmerrechte. Sie orientieren sich an den Vorgaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), des Global Compact, der OECD-Richtlinien für multinationale Unternehmen sowie am Social Accountability Standard (SA 8000). Mithilfe von Trainings, E-Learnings und „Botschaftern vor Ort“ stellen wir sicher, dass unsere Sozialstandards fest verankert sind. Die Umsetzung prüfen wir regelmäßig in unserem konzernweiten Audit-Programm.

Im Jahr 2010 haben wir unsere Sozialstandards aktualisiert. Dabei war es unser Ziel, sie präziser und damit operationaler für unsere Mitarbeiter zu gestalten, denn sie sollen als konkrete Hilfestellung im Arbeitsalltag genutzt werden. Außerdem wollten wir unsere Standards im Hinblick auf die Weiterentwicklung im internationalen Standard auf den neuesten Stand bringen.

Unsere Sozialstandards stellen für uns den Handlungsrahmen und Einflussbereich für Entscheidungen und Maßnahmen dar. Dabei respektieren wir sowohl die geltende Gesetzgebung der jeweiligen Länder als auch die Regierungsverantwortung zur Wahrung und Förderung von Menschenrechten. Unsere Sozialstandards gelten auch für unsere Lieferanten, die wir in einem ganzheitlichen Prozess bewerten. Dieser umfasst neben kommerziellen und operativen Kennzahlen auch die Ergebnisse und Risiken in Bezug auf Menschenrechte.
Sozialstandards bei Henkel (Download PDF, nur in Englisch verfügbar)

Arbeitsbedingungen

Wir garantieren unseren Mitarbeitern Arbeitsbedingungen, die im Einklang mit unseren international anerkannten Standards stehen und die jeweilige Gesetzgebung respektieren.

Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter und Geschäftspartner hat für uns oberste Priorität. Ebenso respektieren wir das Recht auf Erholung und Freizeit und bieten unseren Mitarbeitern eine den lokalen Standards angepasste faire Vergütung und angemessene Vorsorgeleistungen.

Bei Kinder- und Zwangsarbeit vertritt Henkel eine kompromisslose „Null-Toleranz-Politik“. Dies gilt ebenso für jegliche Form von Diskriminierung.

Wir respektieren das Recht auf Versammlungsfreiheit und verpflichten uns zu einem offenen und konstruktiven Dialog mit unseren Mitarbeitern und ihren jeweiligen Interessenvertretern. An Standorten, an denen es keine Interessenvertretung gibt oder das Recht auf Mitarbeitervertreter per Gesetz eingeschränkt ist, gewährleisten wir dennoch einen angemessenen sozialen Dialog zwischen Mitarbeitern und Management.

Kommunikation und Umsetzung

Durch Präsentationen, Trainings und E-Learning stellen wir sicher, dass unsere weltweit geltenden Sozialstandards fest in unserem Unternehmen verankert sind und in das Tagesgeschäft einfließen. Besonders intensiv informieren wir die Geschäftsführer unserer Landesgesellschaften und ihre Personalverantwortlichen, um diese als „Botschafter vor Ort“ für die strategische Bedeutung unserer Sozialstandards zu sensibilisieren. Die Sozialstandards werden allen Mitarbeitern, auch auf der Produktionsebene, in Form von Merkblättern, Postern oder Broschüren zur Verfügung gestellt.

Entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung von Sozialstandards ist die Kooperation mit allen Partnern entlang der Wertschöpfungskette. Daher engagieren wir uns in internationalen Organisationen wie dem Global Compact der Vereinten Nationen, dem World Business Council of Sustainable Development sowie in verschiedenen Workshops, Expertengruppen und Regierungsinitiativen. Durch den Austausch können wir einerseits von anderen lernen, andererseits auch eigene Erfahrungen mit unseren Partnern teilen.

Monitoring und Audits

2015 haben wir weltweit 78 Audits durchgeführt. Im Zug der Audits wurden insgesamt 2.127 Korrekturmaßnahmen vereinbart. Die Schwerpunkte lagen 2015 auf folgenden Bereichen: Vertrieb (bedingt auch durch einen neuen Corporate Standard für diesen Bereich), Finanz-Prozesse in den Shared Services, lokales Personalmanagement, Compliance bei Lohnherstellern sowie die Prozesse zu Sicherheit, Gesundheit und Umwelt (SHE).

Die Einhaltung der SHE-Standards haben wir an 117 Standorten überprüft und daraufhin 478 Optimierungsmaßnahmen eingeleitet. Die Einhaltung unserer Sozialstandards sowie unseres Standards zu Diversity & Inclusion haben wir in 21 Audits überprüft. Alle Auditergebnisse werden im Rahmen des jährlichen Revisionsberichts direkt dem Vorstand von Henkel sowie dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichtet.

Die Ergebnisse der Audits belegen eindrucksvoll, dass unsere Sozialstandards fest in unserer Organisation verankert sind. Nur vereinzelt stellten wir an den überprüften Standorten zum Beispiel Lücken in der Arbeitszeiterfassung beziehungsweise der Dokumentation von Überstunden fest. Generell ist zu beobachten, dass die Dokumentation und Kommunikation unserer Sozialstandards seit Beginn der internen Auditierung deutlich gestärkt wurden. Die Erfahrungen zeigen zudem, dass zentrale Anforderungen unserer Sozialstandards, zum Beispiel in Bezug auf Mindestalter oder Einrichtung von Arbeitnehmervertretungen, mittlerweile in vielen Regionen auch durch die lokale Gesetzgebung geregelt sind.

Die Ergebnisse der Audits haben für uns einen hohen Wert. Unsere Verantwortlichen nutzen die Erkenntnisse zum Beispiel, um Prozesse ständig weiter zu verbessern. Verstöße gegen Gesetze, Codes und unsere Sozialstandards adressieren wir konsequent, auch durch arbeitsrechtliche Schritte oder die Beendigung von Geschäftsbeziehungen.