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Unternehmensberichte 2015

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Gesundheit und Arbeitssicherheit

Unser Ziel: Null Unfälle

Arbeitssicherheit innerhalb des Unternehmens und entlang der Wertschöpfungskette hat bei uns höchste Priorität. An unserem langfristigen Ziel „Null Unfälle“ halten wir fest. Als neues Zwischenziel wollen wir unsere weltweite Unfallrate bis Ende 2020 um 40 Prozent im Vergleich zum Basisjahr 2010 senken. Dazu arbeiten wir kontinuierlich an der Verbesserung unserer Arbeitssicherheit durch bewusstseinsfördernde Schulungen, Investitionen zur Erhöhung der technischen Sicherheit und die Überprüfung, ob unsere Standards für Sicherheit, Gesundheit und Umwelt (SHE) strikt eingehalten werden. Wir möchten auch die Arbeitssicherheit bei unseren Lohnherstellern verbessern. Dazu erstellen wir im Jahr 2016 erste Arbeitssicherheits-KPIs und bauen diese sukzessive aus.

Schwerpunkt: Sicherheitstrainings

An allen Standorten finden regelmäßig Schulungen statt, um die Mitarbeiter zu sensibilisieren und zu sicherem Verhalten zu befähigen. Unsere Trainings richten sich auch an die Mitarbeiter externer Firmen, die an unseren Standorten tätig sind.

Der Unternehmensbereich Laundry & Home Care schulte seine Mitarbeiter 2015 unter anderem durch Trainings von externen Experten und über globale, zweimonatliche Fokusthemen, zu denen Standorte verschiedene Aktionen durchführten.

Zusätzlich zu den regulären Sicherheitsschulungen führte der Unternehmensbereich Beauty Care im Jahr 2015 ein neues Programm in Tunesien ein, das auf der positiven Anerkennung von Mitarbeitern mit herausragendem Sicherheitsverhalten basiert.

Der Unternehmensbereich Adhesive Technologies setzt verstärkt auf den positiven Dialog zum Thema Sicherheit im Arbeitsalltag. Der Fokus liegt hierbei auf der gegenseitigen Ermutigung zu sicherem Verhalten und konstruktivem Feedback bei Fehlverhalten.

Sicher durch den Alltag

Sicher durch den Alltag

Sicher durch den Alltag: Der Sicherheitstag von Adhesive Technologies im Jahr 2015 drehte sich um „Culturebased safety“: selbst achtsam sein und Kollegen auf potenzielle Gefahrenstellen aufmerksam machen. Hier erklärt Walter Gondek (Mitte) aus der Abteilung Anlagensicherheit das Absichern von elektrischen Antrieben unter Verwendung von Mehrfachschließbügeln.

Status 2015

2015 haben wir 0,8 Arbeitsunfälle pro eine Million Arbeitsstunden erfasst. Das entspricht einer Verbesserung um 33 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2010 und bedeutet, dass wir unser für 2015 gesetztes Ziel von 20 Prozent übertroffen haben.

Trotz unseres kontinuierlichen Engagements für Arbeitssicherheit erlitt eine Mitarbeiterin in Lianyungang, China, eine tödliche Verletzung in einem Warenlager. Nach einem Unfall bei Bauarbeiten in unserem Werk in Perm, Russland, erlag ein externer Mitarbeiter seinen Verletzungen. Die Vorfälle zeigen, dass wir unsere globalen Sicherheitstrainings weiter intensivieren müssen.

Darüber hinaus betrauern wir auch den Tod einer Mitarbeiterin, die während einer Dienstreise beim Germanwings-Flugzeugabsturz in Frankreich ums Leben kam.

Globales Gesundheitsmanagement

Die Gesundheit und Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter liegt uns sehr am Herzen. Daher bieten wir gezielte Gesundheits- und Vorsorgeprogramme an, um arbeitsplatzbedingten Risiken vorzubeugen, die zu Erkrankungen führen können.

Als Bekenntnis zu dieser umfassenden Vorsorgephilosophie trat Henkel dem betrieblichen Netzwerk „Unternehmen für Gesundheit“ bei. Bereits im März 2002 unterzeichnete Henkel in diesem Zusammenhang die „Luxemburger Erklärung zur Gesundheitsförderung in der Europäischen Union“ von 1997.

Die neu eingeführte „Health Procedure“ beschreibt globale Mindeststandards zu Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung. In den Regionen Europa, Asien, Afrika/Nahost und Lateinamerika unterstützen zudem lokal beschäftigte Ärzte als Gesundheitsmanager die Standorte der Region mit ihrem fachlichen Wissen, ihrer Kenntnis lokaler Gegebenheiten sowie der Landessprache bei der Umsetzung der internen Richtlinien, Programme und gesetzlichen Vorgaben. In Abhängigkeit von lokalen Anforderungen setzen unsere Standorte bei der Programmgestaltung unterschiedliche Schwerpunkte.

Seit 2014 berichten alle Henkel-Standorte weltweit in jedem Quartal vier wichtige Kennzahlen: Verfügbarkeit von Ersthelfern und medizinischer Notfallversorgung, Durchführung arbeitsmedizinischer Vorsorgeuntersuchungen sowie die Zahl der Fälle von Berufskrankheiten. Die Erreichung einheitlicher Ziele zu diesen Kennzahlen konnte seither deutlich gesteigert werden. Insbesondere die Produktionsstandorte erfüllen die Vorgaben aktuell fast lückenlos. Mit standardisierten Programmen zur Förderung eines gesunden Lebensstils und einer globalen Kampagne pro Jahr wollen wir zukünftig über 90 Prozent unserer Mitarbeiter weltweit erreichen.

Um das betriebliche Gesundheitsmanagement kontinuierlich zu verbessern, findet jährlich ein Erfahrungsaustausch zwischen den Werksärzten aller deutschen Henkel-Standorte statt. Corporate Health Düsseldorf steht in wöchentlichem Kontakt zu den Kollegen in den Regionen. Wesentliche Erkenntnisse werden den Standorten international zur Verfügung gestellt. Durch eine jährliche Abfrage aller Henkel-Standorte zu den Gesundheitsangeboten und den lokalen Anforderungen bekommt Corporate Health regelmäßig einen Überblick über das weltweite Gesundheitsmanagement. Dies ist Grundlage für die globale und regionale Koordination sowie für die Planung der Standorte.

Gesundheitsförderung und Prävention

Henkel bietet seinen Mitarbeitern zielgerichtete Gesundheitsangebote. Um diese Aktivitäten zu fördern und zu koordinieren, hat Henkel die Initiative „Deutschland gesund und vital“ gestartet. An den deutschen Standorten wurden Kampagnen zur Förderung eines gesunden Lebensstils, Vorbeugung von chronischen Krankheiten und Verhinderung von Infektionskrankheiten durchgeführt. Mitarbeiter bewerteten anschließend die Angebote. Alle Standortaktivitäten werden im Jahr 2016 prämiert. Der Standort mit dem größten Einsatz für die Gesundheit der Mitarbeiter und den wirksamsten Maßnahmen wird besonders ausgezeichnet. Der Gewinner wird im Frühling 2016 verkündet.

Im Workshop „Kein Kreuz mit dem Kreuz“ stellten Fachberater der AOK Henkel Mitarbeitern am Standort Viersen-Dülken Techniken für einen gesunden Rücken vor. Hier präsentiert Carina Hoffmann, von der AOK beauftragte Fachberaterin des Instituts für Betriebliche Gesundheitsförderung, Übungen zum Lockern der beanspruchten Muskeln sowie zur Kräftigung der Muskulatur.

Gesundheit, Flexibilität und Belastbarkeit

In unserer immer komplexer und dynamischer werdenden Welt mit ständig wachsenden Anforderungen werden betriebliche Maßnahmen zur Erhaltung der mentalen Vitalität immer wichtiger. Deshalb bietet Henkel seinen Mitarbeitern Unterstützung an. In vielen Ländern existieren mittlerweile Beratungsprogramme für Mitarbeiter zu den Themen Zeit-, Stress- und Konfliktmanagement. Mitarbeitern, die von Henkel an andere Standorte entsandt werden, steht seit 2015 ein solches Unterstützungsangebot (Employee Assistance Program) weltweit zur Verfügung. Auch Initiativen zu flexibler Arbeitszeitgestaltung sollen helfen, die Balance zwischen Arbeit und Freizeit zu verbessern und Stressfaktoren zu reduzieren.

Demografieprogramm zum Erhalt der Gesundheit und zur Arbeitsbewältigung

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels stellt sich die Frage, was das Unternehmen und die Mitarbeiter tun können, um längerfristige Beschäftigungsmöglichkeiten bis zum 67. Lebensjahr zu realisieren.

Nach erfolgreicher Pilotphase 2010–2012 folgte seit 2013 der erfolgreiche Rollout des Demografieprogramms Workability Index (WAI).

Das ganzheitliche Konzept beinhaltet eine Kombination arbeitsmedizinischer Vorsorge mit allgemeinem Gesundheits-Check-up, Workability Index und Interview. Daraus folgend lassen sich Stärken- und Schwächenprofile sowohl für den einzelnen Mitarbeiter als auch für die jeweilige Organisationseinheit ableiten. Den Mitarbeitern vermittelt man dann ihren individuellen Bedarf an Maßnahmen für die Verbesserung und Erhaltung ihrer Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Den Bedarf für betriebliche Maßnahmen im Hinblick auf Arbeitsplatzgestaltung, Fortbildung und Optimierung der Arbeitsorganisation und des Betriebsklimas zu ermitteln, hilft den Betriebsleitern bei der Weiterentwicklung ihrer Organisationseinheit. Einige Betriebe haben den WAI in diesem Jahr erstmalig wiederholt. Hiermit konnten die Entwicklung und der Erfolg der Maßnahmen bewertet werden. Es zeigten sich deutliche positive Effekte beim Erhalt der Arbeitsfähigkeit, in gesünderem Lebensstil und einem Rückgang von Verbesserungsbedürfnissen.