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Unternehmensberichte 2015

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Managementsysteme

Unsere Berichts- und Steuerungssysteme

1992 veröffentlichte unser Unternehmen erstmals einen Umweltbericht über die Leistungen, Produktverbesserungen und Fortschritte im Bereich des Umweltschutzes an unseren Produktionsstandorten. Daraus entwickelte Henkel eine jährliche Berichterstattung über die wesentlichen Nachhaltigkeitsaktivitäten des Unternehmens. So haben wir für das Jahr 2015 Daten von 170 Standorten erfasst; dies entspricht 100 Prozent unserer weltweiten Produktionsmenge. Unseren Fußabdruck über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg bewerten wir mithilfe von repräsentativen Lebenszyklusanalysen, die rund 70 Prozent unseres Umsatzes über alle Produktkategorien hinweg abdecken, sowie Daten zu den von uns eingesetzten Rohstoffen, Verpackungsmaterialien und den beauftragten Transporten.

Fortschritte messen, bewerten und steuern

Um die Dimensionen „Wert“ und „Fußabdruck“ zu optimieren, arbeitet Henkel mit verschiedenen Mess- und Bewertungsmethoden. Mit diesen lassen sich die Maßnahmen identifizieren, die entlang der Wertschöpfungskette den größten Einfluss haben. Über unser gesamtes Portfolio betrachtet sind beim Wasser- und CO2-Fußabdruck insbesondere Verbesserungen bei den eingesetzten Rohstoffen und der Anwendungsphase entscheidend.

Die verschiedenen Instrumente werden im „Henkel-Sustainability#Master® zusammengefasst. Das zentrale Element ist eine Matrix, mit der sowohl Änderungen in der Dimension „Wert“ als auch beim „Fußabdruck“ bewertet werden können. Die Ergebnisse nutzen wir, um Innovationen mit einer verbesserten Nachhaltigkeitsbilanz zu entwickeln. Denn nur die Betrachtung des Gesamtsystems stellt sicher, dass die getroffenen Maßnahmen zu einem insgesamt verbesserten Nachhaltigkeitsprofil unserer Produkte führen.

Entsprechend unserem Anspruch, dass jedes neue Produkt einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet, bewerten wir unsere Produkte systematisch in unserem Innovationsprozess. Um die Optimierung unserer Produkte während ihrer Entwicklung zu erleichtern, integrieren wir die ökologischen Profile möglicher Rohstoffe und Verpackungsmaterialien in die Informationssysteme unserer Produkt- und Verpackungsentwicklung. So kann bereits in der Entwicklungsphase der Fußabdruck einer neuen Rezeptur berechnet werden.

Weiterentwicklung unserer Methoden und Systeme

Auf Grundlage unserer Erfahrungen entwickeln wir derzeit unsere Bewertungs- und Messsysteme weiter, um unsere Fortschritte hin zum 20-Jahres-Ziel für 2030 integriert über das gesamte Unternehmen und unsere Wertschöpfungskette hinweg bewerten zu können.

2015 lag unser Schwerpunkt auf der kontinuierlichen Verbesserung der Datengrundlagen für die von uns eingesetzten Rohstoffe und Verpackungsmaterialien, der Aktualisierung der Emissionsfaktoren für die Energieverbräuche unserer weltweiten Standorte und der Weiterentwicklung unserer Berechnungsmodelle für Logistikemissionen.

Internationale Zusammenarbeit

Um die Bilanzierungsmethoden sowohl für den ökologischen Fußabdruck unserer Geschäftstätigkeit als auch für den geschaffenen Wert für Kunden, Verbraucher und unser gesellschaftliches Umfeld weiterzuentwickeln und zu vereinheitlichen, arbeiten wir mit ausgewählten Partnern zusammen. Beispielsweise engagieren wir uns im Sustainability Consortium, dem Consumer Goods Forum sowie im World Business Council for Sustainable Development (WBCSD).

Im Rahmen eines gemeinsamen Projekts mit dem International Council of Chemical Associations (ICCA) und dem WBCSD haben wir einen Leitfaden erarbeitet, wie die Vermeidung von Treibhausgasen in Wertschöpfungsketten gemessen und kommuniziert werden kann. Koordiniert vom Internationalen Verband der Hersteller von Wasch-, Pflege- und Reinigungsmitteln (A.I.S.E.) beteiligen wir uns auch am aktuellen „Product Environmental Footprint“-Projekt der Europäischen Kommission (siehe auch hier).

Standards und Managementsysteme

Global einheitliche Standards für Sicherheit, Gesundheit und Umwelt (SHE) sowie integrierte Managementsysteme bilden die Grundlage für unsere weltweiten Optimierungsprogramme. Unsere SHE- wie auch unsere Sozialstandards gelten für alle Standorte. Unsere Managementsysteme stellen sicher, dass diese Standards in unserem weltweiten Produktionsnetz konsequent umgesetzt werden. Da das Verhalten unserer Mitarbeiter hierbei eine wichtige Rolle spielt, führen wir an allen Standorten regelmäßig Umwelt- und Sicherheitstrainings durch, bei denen unsere Mitarbeiter zu verschiedenen Themen geschult werden.

Die Einhaltung unserer Codes und Standards prüfen wir durch regelmäßige Audits an unseren Produktionsstandorten sowie zunehmend auch bei Lohnherstellern und in Logistikzentren. Alle Auditergebnisse, inklusive der Überprüfung unserer SHE- und Sozialstandards, werden im Rahmen des jährlichen Revisions-Reports direkt an den Vorstand von Henkel berichtet.

Unsere Managementsysteme lassen wir auf Standortebene extern zertifizieren, wo dies von unseren Partnern in den Märkten erwartet und anerkannt wird. Ende 2015 kamen rund 95 Prozent unserer Produktionsmenge aus Werken, die nach der international anerkannten Norm für Umweltmanagementsysteme ISO 14001 zertifiziert sind. 96 Prozent unserer Produktionsmenge sind durch die ISO-Norm 9001 für Qualitätsmanagement und 56 Prozent durch die ISO-Norm 50001 für Energiemanagement abgedeckt. Darüber hinaus kamen rund 94 Prozent unserer Produktionsmenge aus Werken, die nach der Norm für Managementsysteme zum Arbeitsschutz OHSAS 18001 zertifiziert sind.